Berlin Wahl 2017 – Im Gespräch mit Spitzenkandidaten

Grit Leithäuser – Radiozentrale und ehrenamtlich engagiert in der WCR-Initiative „New Silkroad Partnership“ und für den WCR im Interview mit den Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl.

Pointierte Hörerfragen trafen auf klare Parteipositionen – Die Spitzenkandidaten Dr. Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD), Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE), Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Christian Lindner (FDP) und Dr. Alexander Gauland (AfD) standen in fokussierten Interviews Rede und Antwort. Auf Initiative der Radiozentrale und unter Beteiligung von 47 privaten Radiostationen legten die Spitzenkandidaten ihre unterschiedlichen Positionen u.a. zu den Themen Zukunft, Altersarmut, Sicherheit, Gerechtigkeit und Mobilität dar.

Die Frage an alle Spitzenpolitiker lautete: „ Altersarmut empfinden viele Hörer als ernsthaftes Problem . Sowohl die Senioren als auch die Jüngeren machen sich Sorgen: teicht es am Ende – wie hoch werden eine Beiträge steigen reicht die Rmente zu Leben? Was wollen Sie da tun?“

Auszüge der Antworten (die vollständigen Antworten finden Sie unter www.radiozentrale.de/deutschland-waehlt):

Dr. Angela Merkel (CDU): „Erst mal muss man sagen, dass erfreulicher Weise der Prozentsatz der Betroffenen von Altersarmut – also bei denen die Rente alleine nicht ausreicht zum Leben – geringer ist, als unter den Jüngeren, wo wir vor allen Dingen das Risiko bei den Alleinerziehenden haben. Hier ist der Prozentsatz deutlich höher, als bei den Älteren. Bei den Älteren haben wir als Sicherung die Grundsicherung eingeführt, damit diese verschämte Altersarmut nicht mehr da ist, damit kein Rückgriff auf die Kinder erfolgt, sondern dass Menschen dann ganz normal die Grundsicherung bekommen.“

Martin Schulz (SPD): „Wir werden in die Rentensystematik eingreifen, damit die Beiträge stabil bleiben, das Renteneintrittsalter mit 67 und nicht mit 70 stabil bleibt und damit die Renten stabil bleiben.“

Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE): „Wir müssen dafür sorgen, dass alle einzahlen – auch Abgeordnete, auch Beamte, auch Rechtsanwälte, auch Selbstständige. Die Beitragsbemessungsgrenze muss mittelfristig fallen. Und wir müssen dafür sorgen, dass die Spitzenansprüche abgeflacht werden.“

Katrin Göring-Eckardt (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): „Erstens: Generationengerechtigkeit in der Rente ist wichtig. Zweitens: Leute, die lange gearbeitet haben, müssen definitiv mehr bekommen, als nur eine Grundsicherung im Alter – deswegen sagen wir Garantierente.“

Christian Lindner (FDP): Ich bin dafür, dass die Grundsicherung bei kleinen Renten automatisch ausgezahlt wird. Bei den Jüngeren, bei den unter 50-Jährigen muss die Vorsorge besser werden. Deshalb dürfen die Rentenbeiträge nicht Richtung 22 oder 25 Prozent steigen. Es muss Raum für private Vorsorge bleiben.“

Dr. Alexander Gauland (AfD): „Wir haben als junge Partei kein neues Rentensystem – das diskutieren wir noch. Man kann das Schweizer-Modell einführen, dass alle einzahlen.“

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