Coronavirus in Russland – 27 Fragen u. Antworten (Stand: 10.3.2020)

Coronavirus in Russland – Die wichtigsten Fragen & Antworten
Stand: 10. März 2020
Am 5. März 2020 hat der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin den Erlass Nr. 12-UM veröffentlicht, der Maßnahmen vorsieht, die die Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Er schreibt auch eine 14-tägige Selbstquarantäne für Einreisende aus Coronavirus- Risikoländern vor, darunter Deutschland. In diesem Zusammenhang erreichen uns zahlreiche Fragen unserer Mitgliedsunternehmen und Partner. Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen rund um den Erlass und die allgemeine Situation hinsichtlich des Coronavirus in Russland.
Hinweis: Dieses Dokument ist nicht verbindlich. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der aufgeführten Informationen.
1. Was sieht der Erlass im Blick auf Privat- oder Geschäftsreise aus Deutschland nach Moskau vor?
Wer aus Coronavirus-Risikoländern, darunter Deutschland und Italien, in die russische Hauptstadt reist, muss:
– Unmittelbar nach der Ankunft die Hotline +7 (495) 870 45 09 anrufen und die Behörden über Aufenthaltsorte und -dauer im Ausland unterrichten;
– sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne in einer Wohnung bzw. einem Hotel begeben, d. h. nicht zur Arbeit oder in eine Bildungseinrichtung gehen und Aufenthalte an öffentlichen Orten vermeiden;
– bei Krankheitssymptomen auf keinen Fall in eine Klinik oder in ein Krankenhaus gehen, sondern telefonisch um Hilfe bitten.
Die Maßnahmen gelten sowohl für russische Staatsbürger als auch für Ausländer – unabhängig vom Aufenthaltsstatus.
Die große Mehrheit der Eingereisten hält sich zahlreichen Erfahrungsberichten zufolge anscheinend nicht an die Bestimmungen, ohne dass dies bisher Konsequenzen hätte.
2. Gelten die Beschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus nur für Moskau oder auch für andere russische Städte?
Aktuell beziehen sich die Einschränkungen nur auf Moskau. Besucher aus Deutschland können derzeit noch problemlos in andere russische Städte wie St. Petersburg oder Jekaterinburg einreisen. Informieren Sie sich vor Antritt Ihrer geplanten Reise beim Auswärtigen Amt, bei den Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation oder auf den Websites der jeweiligen russischen Stadtregierungen über die aktuelle Lage.
3. Für welche Herkunftsländer gelten die neuen Beschränkungen?
Die Maßnahmen der Moskauer Stadtregierung gelten für Reisende aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Südkorea, China und dem Iran. Entgegen diverser Medienberichte sind die USA, Großbritannien und Norwegen bisher nicht betroffen.
4. Wo kann ich mich darüber informieren, ob die Stadt Moskau neue Länder gelistet hat?
Die Liste der Coronavirus-Risikoländer wird täglich von der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor aktualisiert. Die Liste ist derzeit aber nicht öffentlich abrufbar. Den aktuellen Stand können Sie bei der Hotline der Stadt Moskau unter +7 (495) 870 45 09 in Erfahrung bringen.
5. Sprechen die Beamten und Angestellten der städtischen Coronavirus-Hotline Deutsch oder Englisch?
Die Hotline ist verfügbar auf Russisch und Englisch. Wer auf Englisch Auskunft sucht, wird an Callcenter-Mitarbeiter mit Englischkenntnissen weitergeleitet.
6. Kann ich über ein Drittland, das nicht als Coronavirus-Risikoland gelistet ist (z. B. Österreich oder Polen), nach Moskau einreisen, ohne mich für 14 Tage in Selbstquarantäne begeben zu müssen?
Dies ist im Erlass des Moskauer Oberbürgermeisters nicht geregelt. Auf Anfrage der AHK teilte die Moskauer Gesundheitsbehörde jedoch mit, dass die Bestimmungen des Erlasses auch bei Transit über nicht gelistete Drittländer gelten. Ausschlaggebend ist das Land, in dem sich die einreisende Person in den vergangenen 14 Tagen de facto aufgehalten hat. In der Praxis ist dies für die Behörden allerdings kaum zu kontrollieren.
7. Ist es möglich, von Deutschland nach St. Petersburg oder in eine andere russische Stadt zu fliegen und von dort aus auf dem Landweg die russische Hauptstadt zu erreichen, ohne unter die Bestimmungen der Selbstquarantäne zu fallen?
Der Sachverhalt liegt ähnlich wie bei der Einreise über ein Drittland. Der Moskauer Erlass beantwortet diese Frage zwar nicht explizit, dennoch gilt er laut Auskunft der Moskauer Gesundheitsbehörden gegenüber der AHK auch für Einreisende aus Coronavirus- Risikoländern, die aus St. Petersburg oder anderen russischen Städten über den Landweg nach Moskau kommen.
8. Ist bei Kontrollen an Moskauer Flughäfen mein Abflugland oder meine Nationalität entscheidend?
Ausschlaggebend bei den Kontrollen sind das Abflugland bzw. das Land/die Länder, in denen Sie sich in den vergangenen 14 Tagen aufgehalten haben.
9. Wie wurden Personen an Moskauer Flughäfen, die aus Deutschland anreisten, seit dem Sobjanin-Erlass behandelt?
Es sind bis jetzt keine wesentlichen Änderungen zu der Situation vor dem Erlass festzustellen. Die Körpertemperatur wird über Körperwärmemesser, an denen die Reisenden vorbeigehen, gemessen. In einzelnen Fällen sind Einreisende am Grenzübergang darüber informiert worden, dass sie sich 14 Tage in Selbstquarantäne begeben müssen. Danach konnten die Personen aber problemlos per Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln weiterreisen. In der Regel wurden die Einreisenden allerdings überhaupt nicht über die Maßnahmen informiert.
Die Maßnahmen der Moskauer Behörden und Flughäfen greifen damit wesentlich kürzer als die Israels, das bei der Einreise nach Israel den Nachweis über einen Aufenthaltsort für die kommenden zwei Wochen verlangt.
10. Wie wurden Kurzzeitreisende aus Deutschland an den Moskauer Flughäfen bei der Ausreise behandelt?
Sie konnten ohne Probleme ausreisen.
11. Gibt es Kontrollen in den Zügen nach Moskau?
Auch Zugreisende sind teilweise von Körpertemperaturmessungen betroffen, z. B. im Sapsan-Schnellzug zwischen Moskau und St. Petersburg. Ein AHK-Mitglied wurde am Wochenende im Zug von zwei Gesundheitsbeamten in Begleitung eines Polizisten kontrolliert – und zwar sehr humorvoll. Die Beamten hielten das Messgerät an den heißen Tee, sagte dann „lachend ohje, ohje“, ehe sie das Gerät auf die Stirn des fieberfreien Reisenden richteten.
12. Personen aus Coronavirus-Risikoländern werden zur zweiwöchigen Selbstquarantäne in ihrer Wohnung oder im Hotel aufgefordert. Was bedeutet das?
Bisher ist der AHK kein Fall bekannt, dass die Bestimmungen bei den vielen zum Beispiel aus Deutschland einreisenden Personen kontrolliert und umgesetzt wurden. Einem Mitarbeiter einer deutschen Messegesellschaft allerdings, der in einem Moskauer Hotel untergekommen war, wurde bedeutet, das Land besser schnell wieder zu verlassen.
Selbstquarantäne bedeutet, dass die aus einem Risikoland angereiste Person nicht zur Arbeit gehen oder Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Universitäten besuchen darf. Darüber hinaus sollte man den Aufenthalt an öffentlichen Orten wie Einkaufszentren, Restaurants oder Kinos vermeiden. Betroffene Personen sollten Nahrungsmittel und andere Produkte für den alltäglichen Bedarf online bestellen, z. B. über die Smartphone-App Yandex.Eda.
13. Welche Strafen drohen, wenn ich mich nicht an die Selbstquarantäne halte?
Wer durch die Nicht-Einhaltung der Selbstquarantäne andere Personen mit dem Coronavirus infiziert und dadurch womöglich sogar Todesfälle verursacht, muss mit Geldstrafen und einem Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren rechnen. Ausländer riskieren zudem eine Ausweisung aus der Russischen Föderation sowie mehrjährige Einreisesperren, wenn sie sich nicht an den Erlass der Moskauer Stadtregierung halten.
14. Wie kontrollieren die Moskauer Behörden die Selbstquarantäne?
In Moskau gibt es über 100.000 Kameras, die mit einer Software zur automatischen Gesichtserkennung verbunden sind. Der AHK ist kein Fall bekannt, dass aus Deutschland eingereiste Personen ermittelt wurden, die sich nicht an die Selbstquarantäne hielten. Allerdings sollen zahlreiche chinesische Staatsbürger, die sich nicht an Quarantänevorschriften gehalten haben, von den Behörden in Moskau überführt und des Landes verwiesen worden sein.
15. Welche Maßnahmen muss ich als Arbeitgeber ergreifen, wenn sich mein Büro, meine Filiale oder meine Repräsentanz in Moskau befindet?
Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, die Körpertemperatur ihrer Mitarbeiter zu messen und Mitarbeiter mit einer erhöhten Körpertemperatur nach Hause zu schicken. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen:
– Auf Dienstreisen, insbesondere in Coronavirus-Risikoländer, zu verzichten;
– Informationen über das Coronavirus bereitzustellen;
– Hygiene-Tipps an den Wänden anzubringen;
– Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen.
16. Wie ist die Situation in der Deutschen Schule Moskau (DSM)?
Die Deutsche Schule in Moskau hat mitgeteilt, dass Temperaturmessungen ab dem 10. März 2020 nicht nur an den Mitarbeitern, sondern auch an den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften vorgenommen werden. Im Kindergarten wird diese Praxis bereits umgesetzt. Damit folgt die Deutsche Schule einer nicht verbindlichen Empfehlung des Bildungsamtes der Stadt Moskau. Einige Lehrer und Schüler fehlen, weil sie sich aufgrund von Deutschlandreisen an die 14-tägige Quarantänefrist halten
17. Wie und wo werden in Moskau und Russland Coronavirus-Tests durchgeführt?
In Russland werden Labortests mit Kits für Polymerase-Kettenreaktion durchgeführt, die von einem in Nowosibirsk ansässigen Unternehmen hergestellt werden. Die Vorgaben für die Verwendung dieser Kits unterscheiden sich erheblich von den Testsystemen anderer Länder.
Russland arbeitet gegenwärtig daran, Tests in größerem Maß durchführen zu können. Dazu sind laut Experten mindestens zwei weitere Wochen nötig. Test sind laut Medienberichten nur in einer Klinik in Nowosibirsk und in Moskau in zwei Kliniken möglich:
Klinik 1 in Moskau: Противочумный центр федеральной службы по надзору в сфере защиты прав потребителей и благополучия человека; Ulitsa Musorgskogo, 4
Klinik 2 in Moskau: ФБУЗ Центр гигиены и эпидемиологии в городе Москве; Grafskiy Pereulok, 4
Mit Fragen zu aktuellen Testmöglichkeiten können Sie sich auch an die städtische Coronavirus-Hotline +7 (495) 870 45 09 wenden.
18. Kann ich mich auch beim Arzt der Deutschen Botschaft auf das Coronavirus testen lassen?
Nein, Testkits sind zurzeit nur in wenigen staatlichen Kliniken verfügbar. Der Regionalarzt empfiehlt Deutschen bei Verdachtsfällen (Fieber, Husten, Einreise aus Corona- Risikogebieten oder direkter Kontakt zu Corona-Patienten) zunächst zu Hause zu bleiben und telefonisch Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen. Häufig handelt es sich lediglich um eine banale Erkältung oder einen grippalen Infekt, ein Test ist oft nicht erforderlich. Bevor man im russischen Gesundheitssystem einen Coronatest durchführen lässt, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass bei positivem Testergebnis eine 14-tägige Quarantäne im Infektionskrankenhaus Nr. 1 erforderlich wird.
19. Was passiert, wenn ich als Ausländer in Moskau am Coronavirus erkranke?
Auf diese Frage gibt es keine klare Antwort und noch keine Erfahrungswerte. Sie müssen damit rechnen, unter strengen Quarantänemaßnahmen in Spezialkliniken verlegt zu werden, ohne dass die Erkrankung behandelt wird. Es gibt keine spezifischen Corona- Medikamente, es werden nur die Symptome wie z. B. Fieber behandelt. Premierminister Michail Mischustin hatte Anfang Februar zudem angekündigt, dass an Coronavirus erkrankte Ausländer des Landes verwiesen werden könnten.
20. Hat das deutsche Auswärtige Amt eine Reisewarnung nach Russland wegen des Coronavirus und der Reisebeschränkungen für Moskau erlassen?
Nein, weder eine Reisewarnung noch eine Empfehlung nicht zu reisen. Auf der Website des Auswärtigen Amtes werden die Bestimmungen des Erlasses des Moskauer Oberbürgermeisters Sobjanin wiedergegeben.
21. Auf welchen Websites kann ich mich über die Entwicklung in Russland informierten?
– Aktuelle Fallzahlen für Russland und andere Ländern bietet Johns Hopkins CSSE
– Eine Übersicht zu nationalen Einreisebeschränkungen finden Sie bei IATA Travel Centre
– Das Auswärtige Amt und die deutschen Auslandsvertretungen in der Russischen Föderation sind zuverlässige Quellen für die aktuelle Lage in Russland
– Informationen über das Coronavirus finden Sie bei der Weltgesundheitsorganisation
– Quellen zur Lage in Moskau sind die Websites des Bürgermeisteramtes (mos.ru)
sowie der Moskauer Gesundheitsbehörde (mosgorzdrav.ru) 22. Wie viele Infizierte gibt es in Russland?
Aktuell gibt es laut offiziellen Angaben 20 gemeldete Coronavirus-Fälle in Russland (Stand: 9. März 2020). Drei Personen sind geheilt, niemand ist gestorben. Einige Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Coronavirus-Erkrankten höher liegen dürfte. Insbesondere die Opposition wirft dem Kreml vor, das Ausmaß der Infektionen zu verschleiern, auch im Blick auf das Verfassungsreferendum, das für den 22. April angesetzt ist und bei dem eine hohe Beteiligung als Legitimation angestrebt wird.
In einer relativ offenen Gesellschaft wie der russischen, in der Whisteblower immer wieder Missstände enthüllen, dürfte es schwer sein, eine hohe Infiziertenzahl dauerhaft zu verschleiern.
23. Wie gefährlich ist das Coronavirus?
Derzeit haben sich weltweit mehr als 110 000 Personen mit dem Coronavirus angesteckt, 55 Prozent davon sind bereits wieder gesund, rund drei Prozent der registrierten Erkrankten starben an der Infektion. Die tatsächliche Sterberate dürfte wegen der Vielzahl unerkannter Infektionen deutlich geringer sein. Zahlreiche Bevölkerungsgruppen sind kaum gefährdet. So lag die Sterberate in China bei den unter 40-Jährigen gerade einmal bei 0,2 Prozent. In Deutschland sind bei mehr als 1000 festgestellten Erkrankungen nur zwei Patienten verstorben.
Zu den Risikogruppen, für die eine Infektion möglicherweise gefährlich ist, gehören chronisch Kranke (Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen, Bluthochdruck und Diabetiker), Senioren sowie Immungeschwächte. Auch hängt die Gefahr des Virus stark von der Qualität und dem Zugang zu medizinischer Versorgung in den betroffenen Gebieten ab.
24. Wie sind die wirtschaftlichen Auswirkungen für Russland?
Als erdölexportierendes Land bekommt Russland vor allem den Absturz des Ölpreises zu spüren, der Mitte Februar durch die Massen-Quarantäne in der Weltwerkstatt China und den weltweiten Rückgang der Nachfrage nach Öl verursacht wurde. Am 8. März 2020 ist der Barrel-Preis der Rohölsorte Brent deshalb unter die 35-Dollar-Marke abgestürzt, was zu
einer deutlichen Abwertung des Rubel geführt hat. Am 9. März 2020 lag der Euro- Wechselkurs bei 85 Rubel.
Es kommt erschwerend hinzu, dass sich Russland nicht auf die erhebliche Drosselung der Ölförderung einlassen möchte, die sich Saudi-Arabien und andere OPEC-Staaten aktuell wünschen, da ihre Staatsfinanzen besonders stark auf einen hohen Ölpreis angewiesen sind.
Finanzinvestoren flüchten sich in turbulenten Zeiten in sichere Häfen wie Staatsanleihen der Industrieländer, allen voran die US-amerikanischen, auch wenn diese im Unterschied zu den Risiko-Papieren der Entwicklungsländer keine hohen Renditen abwerfen. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum 2020 auch in den USA verlangsamen könnte, ist dort eine
Rezession deutlich unwahrscheinlicher als im EU-Raum, auch weil sich das Coronavirus dort viel weniger ausgebreitet hat. Da die EU und China Russlands größte Handelspartner sind, werden sich die wirtschaftlichen Probleme von beiden bestimmt auch auf die russische Wirtschaft auswirken.
25. Was sind die Auswirkungen für in Russland tätige deutsche Firmen?
Deutsche Firmen sind vor allem durch die Wechselkursschwankungen und die Schwächung des Rubel betroffen. Der Export nach Russland wird teuer, sodass das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern stark zurückgehen wird, zumal die Preise für Öl und Gas, die Deutschland im großen Stil importiert, sinken werden.
Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Lieferketten deutscher Unternehmen in Russland sind vorerst moderat. Allerdings könnten mittelfristig diejenigen Branchen und Unternehmen spürbar betroffen sein, die auf durchgehende Lieferungen aus Asien (v. a. China) und der EU (v. a. Italien) angewiesen sind. Dies betrifft im größten Maße Autoersatzteile aus China und Norditalien, Microchips aus China und Südkorea sowie Chemikalien aus China.
Bereits jetzt leiden deutsche Unternehmen, die in der Luftfahrt, im Tourismus sowie in Hotellerie und Gastronomie tätig sind, da die Touristenströme abflauen und viele Geschäftsreisen, zunehmend auch zwischen Deutschland und Russland, abgesagt werden.
26. Betreffen die Quarantänevorschriften auch Transitreisende?
Nein. Transitreisen aus Deutschland oder anderen Coronavirus-Risikoländern über einen Flughafen in Moskau können weiterhin durchgeführt werden. Die Quarantänevorschriften greifen nur dann, wenn Reisende den Flughafen verlassen und sich ins Moskauer Stadtgebiet begeben.
27. Müssen sich auch Diplomaten an die Quarantäne halten?
Ja. Der Erlass der Moskauer Regierung gilt für alle Personen, die aus Coronavirus- Risikoländern einreisen.

Quelle:Deutsch-Russische Auslandshandelskammer

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